Literaturtage

Home

Fortsetzungs-
      geschichte


Workshop

Texte

Rezensionen

Kontakt

Texte

Der Stoff aus dem die Träume sind

Sie sind Gefangene,
die einst von der Freiheit träumten,
die sich selbst aufgaben,
ihr Leben versäumten.

Sind nicht schwarz, sind nicht weiß -
farblos, erfroren,
sind sich selbst die Sklaven;
der Faden verloren.

Sie dreh'n sich im Kreis,
er macht sie blind,
der Stoff
aus dem die Träume sind.

Er hilft zu vergessen,
dass sie nach Leben sich sehnen,
leere Augen,
zerstochene Venen.

Auf der Flucht vor sich selbst,
dem Kreislauf zu entkommen,
zu müde zu weinen,
die Zukunft verschwommen.

Die Seele verkauft,
für das kurze Glück,
ein hoher Preis,
kein Weg zurück.

Halbtote Gestalten, die das suchten, was sie nun nie wieder kriegen-
vergebens: denn wohl jeder weiß:
tote Vögel können nicht fliegen.

Stumme Hilferufe,
Gift im Getriebe,
der tote Körper
schreit nach Liebe.

Die Nadel im Arm,
er macht sie blind,
der Stoff
aus dem die Träume sind.

von Claudia Bakaj, Fellbach


Regeln

Der Stoff aus dem die Träume sind

Autumnus Ridens

carminum triptychon